Wenn man sich in therapeutische Bereiche begibt, die noch weitgehend unbekannt und unerprobt sind - wie entscheidet man, ob sich ein Ausprobieren lohnt?

Das Schwierige dabei: Es gibt wenige bis keine Daten, die Erfolgsprognosen füttern könnten; gleichzeitig investiert man Zeit, und meistens auch jede Menge Geld. Außerdem widmet man der Behandlung seinen Fokus und Energie, die dann in anderen Bereichen nicht zur Verfügung stehen.

Genau vor dieser Herausforderung stand ich nach langer Zeit mal wieder - mit der gerade begonnenen "Low level Laser Therapy". Kurz gesagt: Bei dieser Behandlung wird ein Laser auf verschiedene Bereiche des Zentralen Nervensystems gerichtet. Man weiß, dass Licht die Mitochondrien der Zellen stimuliert - und damit können Nervenzellen zum Feuern angeregt werden. Was gut ist. Gut ist auch, dass das Ganze komplett ohne Nebenwirkungen verläuft; im schlechtesten Fall passiert einfach gar nichts.

Da das Ganze auf Zellebene passiert, lässt sich gleichzeitig aber auch schwer vorhersagen, welche Funktionsveränderungen/-verbesserungen des ZNS erreicht werden können.

Hinzu kommt, dass das Themenfeld eh sehr komplex ist - es geht tief in die Biophysik und Neurologie. Als Laie fällt die Abschätzung dadurch noch schwerer. Um so wichtiger ist es, dass man kompetente Ansprechpartner findet, die durch verständlich aufbereitete Informationen diese Abschätzung, und damit den Entscheidungsprozess "Machen oder nicht?" unterstützen können.

Aber was ist, wenn es genau daran hapert? Wenn sich der Arzt aus dem Gespräch herauswindet oder unverständlich bleibt? Davon berichte ich im aktuellen Kanada-Video-Update hier im Folgenden. Ich hoffe es ermutigt auch andere, Ärzten auf die Nerven zu gehen ;-)